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Quellkirche Güttersbach
Lage: Hüttenthaler Straße 43, Güttersbach
Träger: ev. Kirchengemeinde Güttersbach
Die Güttersbacher Kirche, bis zur Reformation Wallfahrtsort,
zählt zu den Quellkirchen des Odenwaldes. Im gewölbten
Keller des benachbarten Pfarrhauses (Hüttenthaler Straße
41), erbaut 1594-96, tritt diese Quelle hervor. Die Pfarrkirche
wird 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Die ältesten
Werkstücke des Turms sind romanisch. Der im Kern noch
frühgotische Kirchensaal erhielt im Barock eine kassettierte
Flachdecke. Der eingezogene Rechteckchor ist 1480 datiert.
Unter der Ausstattung hervorzuheben sind die Kanzel aus dem
frühen 18. Jahrhundert und die Orgel von 1740. Der Taufstein,
um 1300 entstanden, befindet sich im Hessischen Landesmuseum
Darmstadt, Außerhalb der Kirche steht am Chorhaupt ein
spätgotischer Sandsteinkruzifixus von 1503; wenig später,
1507, stiftet Mathias Gotz aus Olten das Kreuz vor der Kirche.
Der Chor ist mit einem gotischen Sterngewölbe (entstanden
1480) und eindrucksvollen Deckenmalereien (um 1500) ausgestattet.
Der Altar mit der Originalplatte aus heimischem Buntsandstein
stammt noch aus dem Mittelalter, desgleichen die Sakramentnische
und die vorreformatorischen Weihekreuze. Die um die Kirchhofslinde
herumgeführte Steinbank und der hinter dem Chor stehende
steinerne 'Zenttisch" stellen vermutlich Relikte der
ehemaligen Haingerichtsstätte dar. Im Norden und Westen
ist die alte Bruchsteinmauer des Kirchhofs mit "Bischofsmützen"
als Abdeckung erhalten. Auf dem ehemaligen Kirchhof stehen
noch zwei Grabsteine der Familie Treusch aus dem 18. Jahrhundert.
In der Nachbarschaft, neben dem Anwesen Hüttenthaler
Straße 49, befindet sich der Kirchbrunnen, der auch
Kilians- oder Kindelsbrunnen genannt wird.
Email: Pfr.berndfetzer@t-online.de
Internet:
www.ev-kirchen-mossautal.de
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